Wie steht es mit der Digitalisierung im Autohandel in 2022?

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Inhaltsverzeichnis

Die Transformation in der Autoindustrie schreitet weiter voran. Auch Händler müssen die Zeichen der Zeit erkennen und mehr in die Digitalisierung investieren. Nur so können sie der wachsenden Konkurrenz die Stirn bieten. Zusätzlich sollten ein Autohaus die Vorteile, die ihm durch sein spezielles Käuferklientel quasi auf dem Silbertablett präsentiert werden, nicht außer Acht lassen.

Digitalisierung im Autohandel – für viele Händler ein rotes Tuch

Sowohl beim Thema Software als auch beim Thema Elektromobilität müssen Autohersteller deutlich mehr tun als bisher, um den Anschluss nicht zu verpassen. Im Fahrzeughandel lässt sich jedoch ein leicht positiverer Trend feststellen: Schon über 50 % der deutschen Autohändler investierten im vergangenen Jahr in die Digitalisierung ihres Unternehmens, was unter dem Strich zu einer Steigerung der Umsätze führte. Investitionsfreudige Betriebe haben hier die Nase vorn, sie wiesen eine deutlich bessere Bilanz auf als ihre Konkurrenten, die wenig oder gar nicht in die Digitalisierung investiert hatten. Es gibt viele weitere Gründe, die für die Umsatzeinbrüche in der Automobilbranche verantwortlich sind.

Kfz-Handel im Umbruch: höhere Preise in einem schwierigen Markt

Durch die verzögerte Produktion bei vielen Herstellern waren es vergangenes Jahr vor allem die langen Lieferzeiten, die für Umsatzeinbußen sorgten. Viele Händler stehen außerdem vor der Herausforderung, ihren Fahrzeugbestand wettbewerbsfähig zu halten. Um ihre Wettbewerbssituation zu verbessern, kommen Autohändler nicht darum herum, ihre Preise für gebrauchte und neue Fahrzeuge zu erhöhen. Ihre Zukunft sehen sie an einem recht klaren Bild: Ein Großteil der Autohändler rechnet damit, dass der Bedarf an Fahrzeugen größer und die Entwicklung daher positiv sein wird. 60 % von ihnen gelang es im vergangenen Jahr, höhere Preise für ihre gebrauchten Fahrzeuge zu erzielen, zwei Jahre zuvor waren es gerade einmal 20 %. Allerdings rechnet nur jeder fünfte Händler für 2022 mit einer positiven Entwicklung. Eine ähnlich hohe Zahl glaubt daran, dass die Umsätze auf dem Niveau im kommenden Jahr stagnieren oder nur geringfügig ansteigen. Sie rechnen damit, dass lediglich die Rendite bei Gebrauchtwagen etwas höher ausfallen wird.

Stark schwankende Verkaufszahlen verunsichern Autohändler

Schon im Jahr 2020 führte die Pandemie zu einem extremen Einbruch der Verkaufszahlen, vergangenes Jahr gingen die Werte erneut um etwa 2,5 % zurück. Einen entscheidenden Einfluss hat der aktuell noch bestehende Halbleitermangel, welcher der Autoindustrie sehr zu schaffen macht. Lediglich Autohersteller BMW konnte dem negativen Branchentrend etwas entgegensetzen und verzeichnete eine geringe Wachstumsrate von 0,3 %. 2021 ist die Zahl der Neuzulassungen europaweit gesunken. In diesem Jahr wurden lediglich 9,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Im Vergleich dazu: 2019 lag die Zahl der Neuzulassungen um 3,3 Millionen höher als im Jahr davor.

Bei der Digitalisierung zögern viele Autohändler noch zu lange

Der Onlineverkauf von Erzeugnissen aller Art ist durch Corona sprunghaft angestiegen. Doch in der Automobilbranche, speziell im Händlerbereich, geht man mit Onlineangeboten sehr zögernd um. Damit handeln Autohändler jedoch genau entgegengesetzt zu den Wünschen ihrer Kunden und Kundinnen. Viele der Autohändler nehmen die Digitalisierung als bedrohlich wahr, wie eine 2020 erstellte Untersuchung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen (gemeinsam erstellt mit dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes) zeigt.

Demnach verhalten sich Händler viel zu passiv. Gerade einmal ein Viertel bietet Online-Verkaufsprozesse im Neuwagenbereich an, bei Gebrauchtwagen sind es sogar noch weniger. Dagegen können sich die meisten Kunden und Kundinnen sehr gut vorstellen, sowohl Neu- als auch Gebrauchtwagen im Internet zu kaufen.

Nicht zuletzt deshalb, weil die Corona-Pandemie zum Umdenken im Einkaufsverhalten geführt hat, sind Interessenten und Interessentinnen auch Internetangeboten von Fahrzeugen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Um diese Lücke zu schließen, hat ein Autohaus heute zahlreiche Möglichkeiten. Es kann beispielsweise After-Sales-Prozesse optimieren und erweiterte Mobilitätsangebote machen.
Gerade der Automobil-Handel hat hier die besten Voraussetzungen, denn er genießt bei Kunden und Kundinnen größtes Vertrauen. Diese legen Wert auf persönliche Beratung, was ein Trumpf ist, den der Autohandel unbedingt nutzen sollte.

Letztendlich führt kein Weg daran vorbei, innovative Techniken wie Künstliche Intelligenz einzusetzen, um mit seinen Angeboten attraktiv zu bleiben und eine Umsatzsteigerung zu initiieren. Mit Fahrgefühl alleine lässt sich heute kein Auto mehr verkaufen.

Noch mehr Fragen? Wünschen Sie Infos? Wir freuen uns auf Sie.

Kontaktieren Sie uns gerne noch heute, um Ihre Herausforderungen zu besprechen und um mehr darüber zu erfahren, ob der Automanager das richtige Tool für Sie ist.
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