15 Apr

Online Marketing: Autohandel wird immer aktiver

Die Ausgaben für Online Marketing steigen stetig: Laut einer aktuellen Erhebung von Autoscout24 unter über 500 markengebundenen und freien Händlern, stieg der Anteil für Online Marketing 2015 auf 54,2 Prozent (gemessen am Gesamtbudget für Werbekosten). Das bedeutet eine gewaltige neue Höchstmarke, vergleicht man mit den Ergebnissen aus 2014, bei denen gerade einmal 36,6 Prozent der Ausgaben für Online Marketing Maßnahmen eingesetzt wurden. Die neuen Ergebnisse bedeuten sogar, dass die Werbung im Internet mittlerweile wichtiger geworden ist, als alle traditionellen Werbeformen addiert.

E-Marketing macht 80 Prozent des Budgets aus
Auch nominell betrachtet, erhöhen sich die Marketingbudgets der Händler weiter: Wurde im Jahr 2014 im Schnitt 5,5 Prozent des Umsatzes eingesetzt, um Fahrzeuge zu bewerben, waren es in 2015 waren es bereits 6 Prozent. Es ist zu beobachten, dass sich die Einsätze zwischen freien Händlern (6,5 Prozent) und Vertragshändlern (5,3 Prozent) in ihrer Höhe unterscheiden. Die anteiligen Ausgaben für Online Marketing liegen ebenfalls bei ungebundenen Händlern höher. Mit 47,5 Prozent investiert fast die Hälfte der freien Händler bereits mehr als 80 Prozent ihres Marketingbudgets für E-Marketing.

Fast jeder Händler auf Onlinebörsen präsent
Nahezu jedes Autohaus ist im Netz aktiv. Insgesamt 97,8 Prozent bewerben ihr Autohaus im Internet, 92,7 Prozent nutzen dabei Online-Börsen als Verkaufshilfe, über 70 Prozent haben eine eigene Website, 32,4 Prozent nutzen (auch zusätzlich) eine Hersteller-Website. Suchmaschinenmarketing – wie etwa über Google AdWords – setzen 40,4 Prozent ein, gefolgt von Social Media auf Facebook & Co mit 35,3 Prozent.

Ausblick:
Die Online-Aktivitäten werden auch zukünftig steigen und mit Ihnen die Höhe der Budgets. Die Investitions-Bereitschaft der Händler jedenfalls, ist ungebrochen: 87,4 Prozent der Händler wollen mehr oder mindestens genauso viel in 2016 ausgeben, wie im Vorjahr. Was das für die bisher klassischen Medien wie Print und Out-of-Home bedeutet, bleibt abzuwarten – verzichten aktuell bereits 37,8 Prozent der Händler komplett auf Offline-Werbung.